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Innovation - Tradition - Tourismus
Gifhorn als Standort für ein Zentrum der regenerativen Energiegewinnung
Die Bedeutung der regenerativen Energiequellen hat in den vergangenen Jahren in hohem Maße zugenommen.
Professionelle Nutzung regenerativer Energien und die damit verbundenen Zukunftstechnologien entwickeln sich zu einem
Wirtschaftsfaktor mit steigenden Umsätzen und wachsenden Ansprüchen, sind jedoch zugleich mit Vorbehalten belastet.
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Umweltfreundliche, nachhaltige Zukunftstechnologie braucht Image-Pflege.
Um die Vorbehalte, die oftmals auf fehlenden oder falschen bzw. falsch interpretierten
Informationen beruhen, abzubauen, benötigt die Branche der Energieanlagen-Hersteller Info-Zentren.
Gleichzeitig müssen Kommunikationszentren („Kontakt-Börsen“) für Hersteller, Vertreiber und
Nutzer geschaffen werden, die dem gegenseitigen Wissens- und Erfahrungsaustausch dienen.
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Sinnvoll ist die Errichtung von Informations- und Kommunikationszentren
unter Einbeziehung sämtlicher vorgenannten potentiellen Akteure.
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Hierin liegt ein wesentlicher Ansatz für das Zentrum:
in Form eines Pubilc-Private-Partnership-Projektes sollen Hersteller
von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien gewonnen werden,
sich mit eigenen Beiträgen am Aufbau und Betrieb zu beteiligen.
Die Stadt Gifhorn sollte ihrer Verantwortung dahingehend gerecht werden,
dass sie die benötigten Flächen ankauft und in das Projekt einbringt
sowie eine anderweitige Bebauung dieses Gebietes durch geeignete Planung verhindert.
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Das gesamte Zentrum, zum Beispiel in Form und Ausgestaltung eines
„Technologie-Parks für umweltfreundliche Energiegewinnung“, kann in einzelne
Elemente gegliedert werden. Somit ist ein stufenweiser Auf- und Ausbau möglich,
der dem jeweiligen Engagement der Projektpartner angepasst wird.
Ein „Kernbereich“ mit Ausstellungs- und Informationsräumlichkeiten sollte
jedoch von Beginn an existieren und den Ausgangspunkt für weitere Maßnahmen bilden.
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Es könnten Anlagen aufgebaut, dargestellt
und vorgeführt werden, die zum Beispiel die technische
Entwicklung der Windkraftwerke verdeutlichen. Beginnend
mit den ersten Zwei-Flüglern über Anlagen der 80-er
Jahre bis hin zu den heutigen und zukünftigen Großanlagen.
Neben dem reinen Demonstrationswert können die Anlagen zugleich einen wirtschaftlichen
Nutzen erbringen, indem sie den Technologie-Park mit „hauseigenem“ Strom
versorgen sowie zusätzlich ins Netz einspeisen und somit finanzielle Erträge einspielen.
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Einen weiteren wichtigen Bereich der Nutzung erneuerbarer Energien stellen Solarkraftwerke dar.
Gebäude des Technologie-Parks sollen dahingehend konzipiert werden, dass die Nutzung
von Solarenergie in Kombination mit Niedrigenergie-Bauweise eine autarke Energieversorgung
sichert und sie somit zugleich als Demonstrationsobjekte geeignet sind.
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Die Architektur der Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude soll landschaftsverträglich gehalten werden.
Teile der Gebäude können unterirdisch oder in einer modellierten Hügellandschaft angelegt werden.
Insgesamt werden maximal 20 Prozent der Gebäude sichtbar sein. In Dimension,
Bauweise und den zu verwendenden Baustoffen sollen sie sich in das bestehende Landschaftsbild
sowie die neu zu gestaltende Park-Landschaft einfügen. Große, mehrstöckige und bodenversiegelnde
Gebäudekomplexe sollen vermieden werden. Das Gesamtgelände wird durch offene Wiesen- und Wasserflächen geprägt,
die sich an der Gestaltung des Mühlenmuseum-Geländes orientieren. Brüche in der Landschaftsgestaltung
zwischen Mühlenmuseum und Technologie-Park sollen vermieden werden. Fließende Übergänge können zu einer
Vielfalt in der Gestaltung beitragen.
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Die Bauweise könnte so konzipiert sein, dass das Gelände oder Teile davon zugleich als zeitweiliges
Auffang- und Rückhaltebecken bei möglichen Ise-Überschwemmungen eingesetzt werden kann.
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Die Elemente Wasser, Land, Wind und Sonne (Wärme) sollen prägend für die Gesamtgestaltung des
Technologie-Parks sein. Anlehnend an Gartenschau-Gelände, können ökologisch orientierte Gartenbereiche
entstehen, die um Biotop-Flächen ergänzt werden.
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Gifhorn mit seinem Internationalen Mühlenmuseum
bietet sich als Standort für ein Info-Zentrum der regenerativen
Zukunftstechnologien an wie kaum eine andere Stadt.
Das Mühlenmuseum dokumentiert die jahrtausende alte
Nutzung der Naturkräfte Wasser und Wind zur Erzeugung
mechanischer Energie. Mit einem Park für umweltfreundliche
Zukunftstechnologien würde ein Bogen geschlagen zur
gegenwärtigen und zukünftigen Nutzung erneuerbarer Energien,
auch unter Einbeziehung weiterer Formen umweltverträglicher
und nachhaltiger Energie-Erzeugung (zum Beispiel Solar-
und Biomasse-Kraftwerke).
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Durch die Nähe zur Stadt Braunschweig („Stadt der Wissenschaften“) wäre eine unmittelbare Anknüpfung
an Institutionen aus Bildung und Forschung (Hochschulen) möglich, die sich direkt in Entwicklung, Gestaltung und
Betrieb des Technologie-Parks einbringen können. Für diesen Technologie-Park wären als Standort die Flächen
an der Bromer Straße gegenüber dem Mühlenmuseum ideal. Die Verbindung zwischen Mühlenmuseum auf der einen und
Technologie-Park auf der anderen Seite der Bundesstraße 188 kann durch eine moderne, vielseitig nutzbare Brücke
geschaffen werden. Sie wurde bereits 1999 im Rahmen der zur Weltausstellung EXPO 2000 errichteten
Autostadt Wolfsburg konzipiert und lehnt sich in ihrer Gestaltung an die stilisierte Kontur des VW-Käfers an.
Die Brücke selbst sollte in einer bogenförmigen Stahl-Glas-Konstruktion errichtet werden. Zu ihren Füßen
sind halbkugelförmige Glas-Pavillons angelegt, deren Nutzungsmöglichkeiten Spielräume umfassen. So könnte
eine Halbkugel einer touristischen Nutzung zugeführt werden (Info-Point für die Kultur-Tourismus-Region zwischen
Harz und Heide), die zweite als Ausstellungspavillon für einen möglichen Sponsor oder Bauherrn VW genutzt werden.
Gleichzeitig wäre die Bogen-Brücke ein Symbol für die Verbindung der Region mit der Volkwagen-Stadt Wolfsburg
bzw. dem VW-Werk, das als wirtschaftlicher Impulsgeber für die Städte und Gemeinden im Umland unverzichtbar ist.
Die stilisierte Käfer-Form als inzwischen weltweit bekanntes Logo der Wolfsburger Auto-Stadt ist eine ideale
Vorlage für das symbolträchtige Bauwerk zwischen Mühlenmuseum und Technologie-Park.
Die Brücke selbst könnte als „Tor zur Autostadt“ zu einem späteren Zeitpunkt und in größeren Ausmaßen
an weiteren Standorten rund um Wolfsburg errichtet werden (Autobahn 2, Abfahrt Wolfsburg sowie verschiedene
Zubringerstraßen Richtung Wolfsburg).
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Bogen-Brücke und Technologie-Park stellen in Ergänzung zum Internationalen Mühlenmuseum
Anziehungspunkte höchster Rangordnung für die Stadt Gifhorn und die Region dar.
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Die zu reservierenden Flächen müssten Reserven für einen stufenweisen Ausbau des Parks enthalten.
Eine anderweitige Bebauung des Geländes, und sei es auch nur in der Nähe des neuen Kreisels vor Gamsen,
aber in Richtung Mühlenmuseums orientiert, würde das hier in ersten Grundzügen dargestellte Konzept behindern
oder von vornherein als undurchführbar erscheinen lassen. Die Grundstücke sind deshalb unbedingt rechtzeitig
zu sichern.
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